Das Bilanz-Rating-Tool ermöglicht einen tiefen Einblick in unsere große Jahresabschlussdatenbank der Krankenhäuser. Hierzu stellen wir Finanzinformationen in einer Zeitreihe von 2012 bis 2018 zur Verfügung, um in Kombination mit anderen Variablen mächtige Analysen durchzuführen:
  • Best-Practice: Die erfolgreichsten Kliniken durch unterschiedliche Parameter abfragen und dadurch exklusiven Zugriff auf Best-in-Class Strategien haben
  • Wettbewerber im Fokus: Evaluieren Sie regional und/oder überregional um herauszufinden welche Performanceunterschiede sich je nach Region ergeben können
  • Zeitreihenanalysen: Identifizierung von Krankenhausstrategien, die für ein wirtschaftlich positives Ergebnis verantwortlich sind
    • Nachhaltige Wachstumsstrategie
    • Konsoldierungsstrategie
    • Turnaround-Strategien

Geo-Rating

Das Geo-Rating ermöglicht eine transparente Übersicht über alle Kliniken, ob diese ein positives oder negatives Jahresergebnis im letzten verfügbaren Datenjahr aufweisen. Alle rot dargestellten Kliniken weisen ein negatives und alle grün dargestellten Kliniken ein positives Ergebnis im letzten verfügbaren Datenjahr auf. Mit eine Klick auf eine Klinik öffnet sich die historische Geschäftsentwicklung des einzelnen Krankenhauses. Durch diese Kartenübersicht lassen sich sehr einfach profitable von unprofitablen Kliniken unterscheiden, was wieder für unterschiedliche Stakeholder des Gesundheitswesens interessant sein kann. Welche Klinik ist ein potenzieller Übernahmekandidat? Welche Klinik benötigt Beratung im Bereich eines Turnaroundmanagements oder welche Klinik ist in der Lage ein hohes Investitionsvolumen stemmen zu können. 

Das Geo-Rating kann auch auf Bundesland- und Landkreisebene dargestellt werden. Hierbei werden die Jahresergebnisse aller verfügbaren Kliniken auf Bundesland- oder Landkreisebene aggregiert dargestellt. Es können Zeitreihen von 2012-2018 dargestellt werden, so dass die historische Entwicklung der Krankenhäuser eines Bundeslandes sehr gut ersichtlich ist. Hieraus können Trends der Vergangenheit, Änderungen des Vergütungssystems oder Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen sehr gut nachvollzogen werden. 

Historische Geschäftsentwicklung 

Die historische Geschäftsentwicklung liefert tiefe Insights über wirtschaftliche Lage eines Krankenhauses. Alle Betrieblichen Erträge, die krankenhausspezifischen Erlöse, der Personalaufwand, der Materialaufwand, das EBITDA, das EBIT und das Jahresergebnis sind in einer Zeitreihe von 2012-2018 dargestellt. Das BinDoc Bilanz-Rating Tool ist derzeit das einzige Webtool, das eine derart detaillierte wirtschaftliche Übersicht zu den deutschen Kliniken liefern kann. Aus diesen Daten können eine Vielzahl von nützlichen Informationen abgeleitet werden. Ein dauerhaft negatives Jahresergebnis deutet auf strukturelle Probleme im Klinikbetrieb und umfassenden Beratungsbedarf hin. Auf der anderen Seite können Kliniken mit jährlich wiederkehrenden positiven Jahresergebnissen näher untersucht werden, um hieraus auch Best-Practice Strategien ableiten zu können. Das EBITDA ist darüber hinaus ein Indikator für den Cash-Flow der Klinik. Gelingt es nachhaltig Cash zu generieren, um hieraus die Investitionsfähigkeit aufrecht erhalten zu können? 

Prognostizierte Geschäftsentwicklung 

Auf Basis der Bilanzdaten der Vergangenheit prognostizieren wir die nächsten drei Geschäftsjahre der Klinik. Die Prognosen erstellen wir hierbei mit dem sogenannten ETS-Algorithmus (Exponential Smoothing). Die exponentielle Glättung ist ein Standardverfahren für Zeitreihenanalysen. Hierbei werden aus einer Stichprobe periodischer Vergangenheitsdaten kurzfristige Prognosen möglich. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass aktuellere Datenjahre durch die exponentielle Glättung eine höhere Gewichtung erhalten als weiter zurückliegende Daten. Hierdurch beispielsweise Turnarounds bei Kliniken bereits früh erkannt werden. Auf der anderen Seite werden auch die Gefahren eines abwärtsgerichteten Trends schnell erkannt. 

Wichtige Bilanzpositionen 

Die Rubrik wichtige Bilanzpositionen gibt einen zielgerichteten Blick auf die Kernpositionen der Bilanz. Neben dem Anlage- und Umlaufvermögen werden Ausgleichsposten nach dem KHG für Fördermittel auf der Aktivseite beleuchtet. Auf der Passivseite kann die Finanzierungsstruktur durch die Positionen Eigenkapital, Sonderposten und Fremdkapital eingesehen werden. 

Es kann schnell festgestellt werden, ob die Finanzierung auf einem soliden Fundament oder eher wackeligen Beinen aufgestellt ist. Ob die Klinik eher risikoavers oder risikofreudig finanziert. 

Bilanz- und Finanzkennzahlen 

Bei den Finanz- und Bilanzkennzahlen werden zentrale Kennzahlen in den Fokus gerückt. Neben den Finanzierungsquoten (EK, FK, SP) werden auch wichtige Positionen auf der Gewinn- und Verlustrechnung aufgegriffen. Die Materialaufwandsquote und Personalaufwandsquote sind zentrale Größen zu Kliniksteuerung. Ebenso die Umsatzrentabilität, die sowohl EBITDA-basiert als auch bezogen auf das Jahresergebnis berechnet wird. 

TOP & Worst 20 Kliniken 

Um schnell zu identifizieren, wer die wirtschaftlich stärksten Kliniken sind, kann das TOP 20 Kliniken-Rating verwendet werden. Hier werden wahlweise, die 20

  • margen-stärksten Kliniken nach EBITDA-Marge,
  • die Kliniken mit den höchsten betrieblichen Erträgen oder
  • Kliniken mit den höchsten Jahresergebnissen

absteigend sortiert werden. 

Umgekehrt können bei den 2 schlechtesten Kliniken die „schlechtesten“ Kliniken im Bereich dieser Finanzkennzahlen dargestellt werden.  Auch diese Funktionen können bei einer zielgerichteten Kundenakquisestrategie sehr hilfreich sein.  

Strategy Map 

Die Strategy Map ist ein sehr wertvolles Tool um Abhängigkeiten von Variablen zu prüfen. Es kann hier wahlweise eine Korrelationsmatrix erstellt werden oder einzelne Variablen zueinander in Korrelation gesetzt werden. Die Ergebnisse können als wichtiger Indikator dafür verwendet werden, welche Parameter in einer Klinik optimiert werden müssen, um ein wirtschaftlich gut Ergebnisse erzielen zu können. 

So ist beispielsweise das EBITDA negativ mit der Personalaufwandsquote korreliert. Es könnte ferner überprüft werden, ob Fallwachstum wirklich zu eine besseren Betriebsergebnis verhilft 

Zur Auswahl stehen folgende unabhängige Variablen: 

  • Betten 
  • Facharztquote 
  • Fallwachstum (CAGR) 
  • Fallzahl je Arzt 
  • Materialaufwandsquote 
  • Personalaufwandsquote 
  • Spezialisierung 
  • Verhältnis ambulanter zu stationärer Fälle 

Zur Auswahl stehen folgende abhängige Variablen:  

  • EBITDA 
  • EBITDA-Marge 
  • Betriebsergebnis